Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt – wichtige Basis unserer Gesundheit 

Der Säure-Basen-Haushalt wird bestimmt durch vielfältige chemische Verbindungen, die entweder sauer oder basisch reagieren und im Körper ein sehr sensibles Gleichgewicht bilden.

Um dieses Gleichgewicht konstant zu halten hat der menschliche Organismus verschiedene Puffersysteme, die durch Stoffwechselvorgänge oder die Atmung diesen pH-Wert konstant hält.

So gibt es saure Mineralien, wie Schwefel, Phosphor, Chlor, Fluor und Jod. Basische Mineralien sind Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Die basischen Mineralien gehören zu den Entsäuerungsmineralien. Sie sind Bestandteile der natürlichen Kost und müssen in jeder Zelle für wichtige Neutralisierungsvorgänge vorhanden sein. 

Unser Körper reagiert sehr empfindlich auf pH-Wert Veränderungen und ist stets bemüht, diesen Wert in engen Grenzen im Blut stabil zu halten. Insofern sind Veränderungen im Blut erst sehr spät festzustellen und sind eher für die Diagnostik in Kliniken (und hier meist auf Intensivstationen) relevant.

Die übliche Testmethode für uns ist die Eigenmessung mithilfe von Urinteststreifen, dem sog. Lackmustest.

Wenn man diesen Test mehrmals täglich, am besten ca. alle zwei Stunden, durchführt, dann gewinnt man eine Tageskurve. Üblicherweise sollte in dieser Kurve zweimal der pH-Wert über 7, also im basischen Bereich liegen, meistens ca. zwei Stunden nach den Hauptmahlzeiten, also z.B. nach dem Frühstück und nach dem Mittagessen.

Ursachen für Störungen im Säure-Basen-Haushalt 

Was aber führt zu einer Störung im Säure-Basen-Haushalt?

Die moderne Ernährungs- und Lebensweise kann leicht zu einer Übersäuerung des Organismus führen, das heißt, es fallen zu viele Säuren im Körper an und die Puffersysteme sind überfordert.

Ursachen für die Übersäuerung sind insbesondere:

  • Zuviel an tierischem Eiweiß
  • Mangel an Frischkost, Obst, Gemüse
  • Geringe Flüssigkeitszufuhr
  • Alkohol
  • Medikamente, wie z.B. Kortison
  • Chronische Darmgärung infolge falscher Ernährung
  • Chronischen Entzündungen
  • Chronische Nierenschwäche
  • Sauerstoffmangel durch Herzschwäche
  • Massive körperliche Belastungen
  • Vergiftungen

Saure Valenzen werden im Körper abgelagert und es kommt zu einer sog. Azidose, einer Übersäuerung, die insbesondere im Anfangsstadium nur sehr unspezifische Symptome aufweisen kann:

  • Spannungskopfschmerzen und Müdigkeit
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Verspannungen
  • Osteoporose und Arthrose
  • Magen- und Darmprobleme mit Durchfall oder Verstopfung
  • erhöhte Allergie- und Infektneigung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Pilzerkrankungen

 

Säure-Basen-Haushalt im Rahmen ganzheitlicher Therapien

Auch bei der Krebsentstehung spielt die Übersäuerung eine wichtige Rolle, da Tumoren bestimmte Bedingungen für ein Wachstum benötigen. Dieses wird durch Übersäuerung begünstigt.

Insofern spielt der Säure-Basen-Haushalt in der Prophylaxe und auch Therapie der Krebserkrankungen eine wichtige Rolle.

So wie die Entgiftung und Ausleitung zur Entfernung von Giftstoffen notwendig sein kann um dadurch entstandene Therapieblockaden zu beseitigen, muss auch der Säure-Basen-Haushalt oft erst in ein physiologisches Gleichgewicht überführt werden bevor wir mit weiterführenden Therapien (z.B. der Immunmodulation) beginnen können.

Eine physiologische Entsäuerung durch reichlich pflanzliche (Roh-)Kost, salzarme und kaliumreiche Ernährung und der Einsatz rechtsdrehender Milchsäure sind bei bestimmten Erkrankungen eine wichtige Grundsäule der Behandlung.

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