Ernährungstherapie

Ernährung – überschätzt oder … ?

Die Ernährungstherapie stellt einen wichtigen Baustein in der komplementären Medizin vieler Erkrankungen dar. Dies vor allem, da unsere heutigen Ernährungsgewohnheiten oft Mitauslöser, wenn nicht sogar oft Ursache vieler Erkrankungen ist.

Gekennzeichnet ist unsere Ernährung oft durch:

  • Energieüberschuss und damit Übergewicht
  • Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen
  • zu hohen Salzkonsum (Natriumaufnahme)
  • zu viel Zucker
  • Mangel an Omega-3-Fettsäuren

Zunehmend ernähren wir uns von Fertigprodukten, essen und trinken „to go“ und ist unser alltäglicher Stress Begleiter unserer Ernährung.

Die Folgen einer ungesunden Ernährung sind  umfangreich und können hier gar nicht alle aufgezählt werden. Im Rahmen unseres Therapiekonzeptes interessiert uns aber insbesondere der Zusammenhang von Ernährung und Immunabwehr, Ernährung und Entzündung bzw. Entzündungshemmung sowie Ernährung und Krebs.

Man kann die Bedeutung einer langfristig gesunden und ausgewogenen Ernährung und Lebensweise nicht hoch genug einschätzen.

Welchen Beitrag kann Ernährungstherapie leisten?

Viele Patienten kommen bereits in die Praxis mit dem Wunsch auf Ernährungsberatung bzw. -umstellung, da die Zusammenhänge von gesunder Ernährung und z.B. Krebs oder die antientzündliche Ernährung hinlänglich bekannt sind. Dabei spielt die Umstellung auf vegetarische, vegane oder ketogene Ernährung oft eine große Rolle. Eine fachlich qualifizierte Beratung ist hier unbedingt notwendig, da ansonsten eine Fehlernährung schnell das Gegenteil bewirken kann.

Inzwischen sind auch umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Fastentherapie vorhanden, die eine Verbesserung der Prognose z.B. bei Krebspatienten, eine deutlich bessere Verträglichkeit der Chemotherapie durch intermittierendes Fasten1, weniger Rezidive bei Brustkrebspatientinnen durch nächtliches Fasten2 und ein erhöhtes Wohlbefinden der Patienten zeigen können. Aber auch Gesunde können vom Fasten profitieren und etwas zur Gesunderhaltung beitragen.

Es ist bekannt, dass Fehlernährung unseren Stoffwechsel, unser Immunsystem, unsere Darmbarriere und viele andere Funktionen in unserem Körper negativ beeinflusst. Dies kann u.a. zu Allergien, Autoimmunerkrankungen und chronischen-entzündlichen Erkrankungen führen. Chronische Entzündungen wiederum werden zunehmend mit der Entwicklung von Krebs in Zusammenhang gebracht wird.

Insofern ist die Ernährungstherapie eine wichtige Ergänzung zu anderen therapeutischen Maßnahmen. Sicherlich werden wir mit Ernährungsumstellung keinen Krebs heilen. Aber wir können dahinterliegende Ursachen beseitigen um ein Fortschreiten der Erkrankung bzw. ein Wiederauftreten positiv zu beeinflussen, Komplikationen zu reduzieren oder das Allgemeinbefinden zu verbessern.

Eine gesunde Ernährung unterstützt ihr Immunsystem und stärkt sie im Kampf gegen ihre Erkrankung. Ein ganzheitlicher Ansatz, der Ernährung, psychisches Wohlbefinden, Umwelt und Körper einbezieht, ist beste Voraussetzung für eine Heilung und unser Praxiskonzept.

Eine wichtige Rolle im Rahmen einer Ernährungstherapie spielen:

  • Vermeidung bzw. Therapie von Untergewicht (Kachexie)
  • Substitution mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen
  • speziell: Selen, Zink, Vitamin D, A, C, E; Gluthadion, L-Carnitin, Coenzym Q10, α-Liponsäure, Jod
  • Vitamin-C-Hochdosis Infusion
  • Curcumin und Quercetin
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Artesemin, Curcumin etc.

In dieser Broschüre finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema Ernährung bei Krebs von der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr e.V.

„30 bis 70% aller Krebserkrankungen sind ernährungsbedingt.“ Insofern spielt die Ernährung auch  in der Prävention von Krebserkrankungen eine herausragende Rolle.

Wir sind gern für sie da wenn sie Beratung benötigen  um sich gesund zu ernähren, individuelle Risiken zu analysieren und zu reduzieren und für mehr Wohlbefinden zu sorgen. Essen darf und soll Spaß machen, soll ausgewogen sein und individuelle Bedürfnisse berücksichtigen.

Zusammen analysieren wir ihre Essgewohnheiten, ihre persönlichen Vorlieben (und vielleicht ja auch ihre heimlichen Schwächen) sowie ihre Zielstellung und beraten sie umfassend zu einer möglichen Umstellung oder Ergänzung.

Quellen:
1 https://www.biokrebs.de/therapien/patienten-fragen/142-chemotherapie/1905-fasten-bei-chemo
2 https://spitzen-praevention.com/2017/08/08/naechtliches-fasten-bei-brustkrebs/
JAMA Oncol. 2016 August 1; 2(8): 1049–1055. doi:10.1001/jamaoncol.2016.0164.
3 Gröber, U: Mikronährstoffe. Metabolic Tuninmg – Prävention – Therapei. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 3. Auflage 2010. Seite 474.
Hinweis zum Heilmittelwerbegesetz (§3 Nr. 1)
Bei einigen der hier vorgestellten Behandlungs- und Diagnosemethoden handelt es sich um Verfahren der alternativen Medizin, die zum Teil wissenschaftlich noch nicht anerkannt sind. Alle Angaben über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen innerhalb der Therapiemethoden selbst.
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