Schwermetallbelastung / Umweltschadstoffe

Umweltgifte sind heutzutage allgegenwärtig und die Zahl der Betroffenen, mit daraus resultierenden Folgeerkrankungen steigt.

Schwermetalle, Pestizide, Chemikalien, Abgase, Reinigungsmittel etc. – kaum ein Lebensbereich der davon verschont ist. Aber auch in Nahrungsmitteln finden sich häufig hohe Konzentrationen von Schwermetallen.

Die Belastung von Zahnmaterialien und evtl. auch Endoprothesen ist weitläufig bekannt und eine Sanierung der Zähne notwendig.

Viele dieser Gifte lagern sich über Jahre im Körper ab und lange Zeit ist unser Körper sogar in der Lage, diese Belastung physiologisch zu kompensieren.

Ist die Belastung zu stark, kann der Körper die Gifte alleine nicht mehr ausleiten. Sind die ersten Schädigungen vorhanden, kommt es oft schleichend zu unspezifischen Symptomen, die unsere Lebensqualität jedoch stark einschränken können.

  • Chronische Müdigkeit (Fatique), Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit
  • Infektanfälligkeit
  • Haarausfall / Hautausschlag
  • Allergien
  • Neurologische Symptome
  • Psychische Störungen (Depressionen, Angstzustände, Stimmungsschwankungen)
  • Leberfunktionsstörungen
  • Hautirritation
  • Fertilitätsstörungen

Dauert die Exposition mit Umweltgiften an, werden die Gifte nicht neutralisiert oder ausgeleitet kann es zu massiven krankhaften Veränderungen kommen

Ein besonderes Augenmerk gilt den Schwermetallen, da diese im Alltag überall vorkommen und in vielfältiger Weise (insb. über die Nahrung und Atemluft) in unseren Körper gelangen können.

Metalle können in unserem Körper sowohl toxische als auch immunologische Effekte hervorrufen und so Entzündungen, Allergien und Immunschäden bis hin zur Autoimmunität hervorrufen.

Häufige Schwermetallvergiftungen sind u.a.

  • Nickel – in Dentalwerkstoffen, Endoprothesen, Schmuck und Schokolade
  • Kobalt – in Endoprothesen, Schmuck, Besteck, Bleich- und Färbemitteln
  • Blei – über Trinkwasser, Waldpilze, Innereine, Muscheln
  • Cadmium – über Waldpilze, Schalentiere, Innereien, Tabakrauch
  • Quecksilber – über Zahnamalgam, Fisch, Meeresfrüchte
  • Kupfer – in Trinkwasser aus Kupferleitungen und Dentallegierungen
  • Aluminium – aus Kosmetika, Dentalzement, Konserven- und Getränkedosen 1

Eine vollständige Liste können sie hier einsehen.

Die Anreicherung der Schwermetalle erfolgt bevorzugt im Zentralnervensystem, in Knochen,  Bauchspeicheldrüse, Nieren und Leber.

Folgen der Schwermetallbelastung sind:

  • Schädigung der Mitochondrien (Störung der Energiegewinnung)
  • Fehlerhafte Zellreparatur ( Störung im Enzymsystem der Zellen, Zellentartung, Krebs)
  • Veränderung der Proteinstruktur und damit Störungen / Blockierung des Stoffwechsels
  • Schädigung von Zellstrukturen insb. des Nerven- und Immunsystems
  • Bildung freier Radikale und Inaktivierung der Entgiftungsfunktion
  • Verdrängung von Mikronährstoffen mit erheblichen Stoffwechselstörungen
  • Schädigung des Erbgutes

Oft sind wir in der Behandlung mit der Situation konfrontiert, dass bestimmte Therapien, die üblicherweise gute Resultate zeigen, bei bestimmten Patienten nur unbefriedigende Ergebnisse zeigen. Gerade bei diesen Patienten finden sich häufig Therapieblockaden durch Toxinbelastung, die durch Entgiftung und Ausleitung aufgehoben werden können und die Patienten massiv profitieren.

Aus diesem Grund führen wir, insbesondere vor einer Immuntherapie eine Diagnostik und, bei Bedarf, anschließende Entgiftung und Ausleitung durch. Dies spart Behandlungszeit und z.T. erhebliche Kosten.

Vor einer möglichen Entgiftungs- und Ausleitungsbehandlung ist es selbstverständlich, eine Belastung mit Schwermetallen oder anderen Umweltgiften nachzuweisen und die Fähigkeit des Körpers zu testen, inwieweit er in der Lage ist, diese Schadstoffe abzubauen.

Die sensitivste Nachweismethode für Metalle ist die sog. ICP-M-Spektometrie, wie sie in unserem Partnerlabor in Berlin angeboten wird. Sie wird für Multielementanalysen dann genutzt, wenn im niedrigen Konzentrationsbereich mit hoher Präzision gemessen werden soll.1

Als Ausgangsmaterialien eignen sich Blut, Urin (mit oder ohne vorherige Ausleitung) und Speichel (v.a. Belastung durch Zahnmaterial).

Am häufigsten wird jedoch der Nachweis  im Urin nach vorheriger Gabe von metallbindenden Substanzen, sog. Chelatbildnern, durchgeführt. Die verabreichten Chelatbildner werden im Körper nicht verarbeitet. Sie haben nur eine reine Transportfunktion für die Schwermetalle. Beim Durchströmen des Körpers binden sie die Schwermetalle an sich und verlassen ihn dann mit den Metallen beladen, über die Nieren.

Welches Verfahren für sie das Beste ist hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Quelle  
1 http://www.imd-berlin.de/spezielle-kompetenzen/metallbelastung/multielementanalyse.html
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